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Internationales: Länderinfo
Ukraine
Größe |
603.700 km² |
Bevölkerung |
ca. 47 Millionen |
Hauptstadt |
Kiew |
Währung |
Hriwnja |
Sprache(n) |
russisch |
Religion |
Orthodox, sowie katholische, lutherische und islamische Minderheiten |
Nachbarländer |
Rumänien, Moldawien, Ungarn, Slowakei, Polen, Weißrussland, Russland |
Allgemeines:
Die Ukraine ist das größte Land Europas.
Die meiste Zeit seiner wechselvollen Geschichte war die Ukraine ein umkämpftes Gebiet. Nach dem zweiten Weltkrieg gehörte es zur UDSSR. Seit 1991 ist die Ukraine ein autonomer Staat. Traurige Berühmtheit erlangte die Ukraine durch das Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahre 1986.
Die Bevölkerung der Ukraine setzt sich zu 2/3 aus Ukrainern und zu 1/3 aus Russen zusammen. Vor den Weltkriegen lebten sehr viele Juden in der Ukraine, deren Zahl jedoch durch Verfolgung und Vertreibung und in den letzten Jahren durch verstärkte Auswanderung stark dezimiert wurde.
Geographie und Klima:
Die Ukraine ist ein weiten Teilen ein Flachland. Die höchste Erhebung ist der Berg Hoverla mit 2060 Metern. Der längste Fluss der Ukraine ist der Dnepr.
Das Klima reicht vom gemäßigten kontinentalen Klima in Nordosten mit kalten Wintern und heißen Sommern bis zum mediterranen Klima an der Schwarzmeerküste.
Wirtschaft:
Seit den 90er Jahren befindet sich die ukrainische Wirtschaft auf dem Weg in die Privatisierung. Wichtige Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, obwohl seit der Katastrophe von Tschernobyl der Norden des Landes nicht mehr bestellt werden kann, sowie die Eisenerzförderung und –verarbeitung. Außerdem werden Kohle und Stahl exportiert. Die wichtigsten Handelspartner nach Russland sind Deutschland und Italien.
Geschichte:
Als Vorläuferstaat der heutigen Ukraine kann die „Kiewer Rus“ bezeichnet werden, ein von slawischen Stämmen im 9. Jahrhundert gegründetes Großreich mit seinem Zentrum in Kiew. Im 13. Jahrhundert wurde das Gebiet von asiatischen Nomaden erobert. Im 14. Jahrhundert wurden die westlichen Gebiete polnisch, der Norden fiel an Litauen und der Süden wurde zu einem eigenständigen, türkisch kontrollierten Gebiet.
Im Jahre 1648 wurde ein autonomer ukrainischer Kosakenstaat errichtet.
1917 rief die Ukraine ihre Unabhängigkeit aus, wurde 1919 jedoch zu einer sowjetischen Republik.
Während des zweiten Weltkrieges herrschte aufgrund der miserablen Versorgungslage eine große Hungersnot in der Ukraine. Dies brachte viele Ukrainer gegen Russland auf, so dass die deutschen Truppen anfänglich von der ukrainischen Bevölkerung unterstützt wurden. Dies diente der Sowjetmacht nach Kriegsende als Argument um ca. 300.000 Ukrainer nach Sibirien deportieren zu lassen.
Die Krim kam 1954 als Geschenk Chruschtschows zur Ukraine.
1986 erschütterte der atomare Unfall von Tschernobyl die ganze Welt. Die freiwerdenden radioaktiven Stoffe verteilten sich über große Teile Europas.
Nach der Perestroika im Jahre 1991 erklärte die Ukraine erneut ihre Unabhängigkeit. Seit dieser Zeit versucht sie die großen wirtschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Außerdem wird eine neutrale außenpolitische Position angestrebt, die sowohl Russland als auch dem Westen gegenüber unabhängig sein soll. |