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Internationales: Länderinfo
Angola
Größe |
1.246.700 km² |
Bevölkerung |
ca. 10 Millionen |
Hauptstadt |
Luanda |
Währung |
Kwanza |
Sprache(n) |
Amtssprache Portugiesisch und Dialekte wie z.B. Umbundu, Kimbundu, Kikonko |
Religion |
Islam; (54% Schiiten, 46% Sunniten) |
Nachbarländer |
Kongo, Sambia, Namibia |
Allgemeines:
Die Republik Angola erhielt ihren Namen von den ersten portugiesischen Seefahrern, die an ihrer Küste landeten. Das Land liegt im Südwesten Afrikas und hat mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und ausreichend medizinischer Versorgung. Daher sterben jährlich Tausende Menschen an heilbaren Krankheiten wie Malaria oder Durchfall. Die Kindersterblichkeit ist die zweithöchste weltweit. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Angola bei nur 44,6 Jahren.
Klima:
In Angola existieren drei Klimazonen: tropisch, gemäßigt-tropisch und heiß und trocken. Entlang der Südwestküste erstreckt sich ein Wüstenstreifen.
Zahlreiche Wildtiere leben in Angola, darunter u.a. Elefanten, Nilpferde, Nashörner, Krokodile Zebras und Gnus. Leider ist das Überleben vieler Tierarten wegen der Ausbreitung der Landwirtschaft, Bürgerkrieg und Handel mit bedrohten, geschützten Tieren gefährdet.
Wirtschaft:
Der Erdöl-Handel macht einen Grossteil des angolanischen Exports aus. Außerdem machen weitere Bodenschätze wie Diamanten und Mineralien das Land zu einem der reichsten Länder Afrikas. Die wichtigsten Export-Partner sind die USA, China, Frankreich, Spanien und Belgien.
Geschichte:
Als erster Europäer landete der portugiesische Seefahrer Diogo Cao in Angola. In der Folge wurde eine Handelsniederlassung gegründet, mit dem Zweck Sklaven nach Brasilien zu „exportieren“. Dies änderte sich erst mit dem Verbot des Sklavenhandels im Jahre 1869. Angola ist zu dieser Zeit offiziell eine portugiesische Kolonie. Die wichtigste Figur im Kampf um die Unabhängigkeit war Königin Nzinga von Matamba. 1951 wird der Status Angolas in eine portugiesische Überseeprovinz umgewandelt. Erst 1975 erlangt Angola als Folge der Nelkenrevolution in Portugal die Unabhängigkeit und eine mehrheitlich schwarze Regierung unter Führung des ersten Staatschefs Neto. Kurz nach der Unabhängigkeit entbrannte ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen der marxistisch orientierten MPLA und der vom Westen unterstützten UNITA. Im Jahr 1991 einigten sich die rivalisierenden Gruppen auf ein Mehrparteiensystem und José Eduardo dos Santos wird Präsident. Kurz darauf brach jedoch der Krieg wegen des Verdachts von Wahlbetrug erneut los. Obwohl 1994 das Lusaka Protokoll, ein Friedensvertrag, verabschiedet wurde, brachen 1998 wieder blutige Unruhen aus. Seit im Februar 2002 der Führer der Unita erschossen wurde, gab diese ihren bewaffneten Kampf auf und versteht sich nun als führende Oppositionspartei.
Neben der Tatsache, dass bis heute keine wirkliche Demokratisierung des Landes vollzogen werden konnte, gehört die miserable wirtschaftliche und medizinische Versorgung des Landes zu den dringendsten Problemen. Außerdem ist die große Zahl von Minenfeldern eine ernsthafte Bedrohung für die Bevölkerung.
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